4 Fehler warum du nicht abnimmst

4 Fehler warum du nicht abnimmst

Einer der häufigsten Gründe, warum Menschen ihre Reise zum Fettabbau aufgeben, ist einfach, dass sie keine Fortschritte sehen, obwohl sie daran arbeiten und alles richtig machen. Ich beschuldige diese Menschen auf keinen Fall. Du kannst mir glauben, dass es bei mir nicht anders wäre, wenn ich keine sehr guten Ergebnisse gesehen hätte. Aber anstatt ganz aufzugeben, ist es wichtig, dass du stattdessen einen Schritt zurückgehen musst, um herauszufinden, was du falsch machst und dich daran hindert Fett zu verlieren. Als erstes möchte ich dir sagen, dass du mit hoher Wahrscheinlichkeit genetisch nicht benachteiligt bist, dass dein Stoffwechsel nicht geschädigt ist und dass du noch nicht zu alt bist, um Ergebnisse zu sehen.

Stattdessen gibt es ein paar Fehler, die leicht übersehen werden, ich jedoch immer wieder sehe. Diese Fehler machen viele die ganze Zeit unwissentlich. Es sind Fehler, die sogar verhindern, dass du trotz deiner harten Arbeit Fett verlierst. In diesem Artikel zeige ich dir genau, was diese Fehler sind und wie du sie vermeiden kannst, damit du tatsächlich anfangen kannst, Fett zu verbrennen und die Ergebnisse siehst, die du nach einer bestimmten Zeit auch sehen solltest.

Fehler 1: Du weißt nicht, wie hoch deine Kalorienaufnahme tatsächlich ist

Du unterschätzt die Menge der Kalorien

Der erste und der am häufigsten auftretenden Fehler ist, dass du deine Kalorienaufnahme unterschätzt. Das bedeutet, dass du unwissentlich zu viel isst. Das verhindert den Fettabbau und ist ein Fehler, den 99% der Menschen machen, wenn sie behaupten, dass sie nicht zu viele Kalorien essen, aber immer noch Schwierigkeiten haben, Gewicht zu verlieren.

Es gibt eine Studie, die genau auf dieses Problem eingeht. In dieser Studie wird eine Gruppe von Frauen untersucht, die Schwierigkeiten hatten, Gewicht zu verlieren, obwohl sie behaupteten, weniger zu Essen. In dieser Gruppe berichteten alle, dass ihre tägliche Kalorienaufnahme im Durchschnitt nur ungefähr 1340 Kalorien beträgt. Nachdem die Forscher, die die Studie durchführten, die wahre tägliche Kalorienaufnahme bestimmt hatten, stellten sie fest, dass die durchschnittliche Kalorienaufnahme allerdings über 2.500 Kalorien betrug. Das war eindeutig der Grund, warum die Frauen aus dieser Gruppe kein Fett verlieren konnten. Nachdem die Probanden dann mit der tatsächlichen, geringeren Menge an Kalorien versorgt wurden, von denen sie behaupteten, sie würden sie essen, fingen alle Frauen aus der Gruppe an endlich abzunehmen. Der Gewichtsverlust lag im Schnitt bei ungefähr 0,75 Kg pro Woche.

Fehlende Erfahrung

Dieses Phänomen der Unterschätzung der Kalorienaufnahme ist etwas, das mehrere andere Studien ebenfalls bestätigt haben. Es wurde sogar herausgefunden, dass sogar erfahrene Diätassistenten in ihrer wahren Kalorienaufnahme unterschätzen. Warum genau tritt dies auf?

Nun, die Wahrheit ist, dass die meisten Menschen wirklich schlecht darin sind, die tatsächliche Menge an Kalorien zu schätzen, die sie essen. Zum Beispiel, wie viele Kalorien würdest du sagen, enthält folgende Mahlzeit, bestehend aus zwei Stücken Vollkorntoast mit Avocado und etwas Olivenöl. Die Chancen stehen gut, dass du nicht darauf gekommen bist, dass diese gesunde Mahlzeit aus satten 620 Kalorien besteht. Wenn du dir zum Beispiel zwei scheinbar ähnliche Schalen mit trockenem Hafer anschaust, könntest du nicht feststellen, dass in der einen Schale bis zu einhundert Kalorien mehr enthalten sind. Dieser Unterschied zwischen wahrgenommenen und tatsächlichen Kalorien wird sehr leicht zum Faktor, der deinen Fettabbau bremst.

Führe Buch über deine Ernährung

Um diesen Fehler zu vermeiden, solltest du mit der Überwachung oder Auflistung deiner Nahrungsaufnahme beginnen und im Idealfall die Zeit nehmen, um alles mit einer Lebensmittelwaage genau zu messen. Ich empfehle dir die Lebensmittel so lange zu wiegen, bis du tatsächlich ein Gefühl dafür erhältst, wie viele Kalorien die Mahlzeit tatsächlich hat. Das dauert zwar eine Weile, hilft dir aber auf Dauer weiter. Um deine Fähigkeit, Kalorien und Lebensmittel zu schätzen, drastisch zu verbessern, solltest du außerdem sicherstellen, dass du versteckte Kalorien nicht vergisst. Nehmen wir beispielsweise an, du benötigst 2.000 Kalorien, um Gewicht zu verlieren. Du hast deine Nahrungsaufnahme den ganzen Tag über überwacht. Wenn du aber genauer über deinen Tag nachdenkst, fällt dir auf, dass du das Öl vergessen hast, mit dem du deine Eier gekocht hast, und den Ketchup, den du mit der Salatsauce gegessen hast. Dann können das gut bis zu 300 Kalorien sein! Wenn du diese Dinge vergisst, kann dich das leicht aus dem Kaloriendefizit herausholen, indem du dich eigentlich befinden solltest. Das wird dann zu dem Grund, warum du kein Fett verlierst.

Sei dir also dieser Kalorien bewusst und berücksichtige, dass sich solche „Kleinigkeiten“ sehr schnell summieren und dich dann daran hindern, die Ergebnisse zu sehen, die du dir eigentlich erwünschst hast.

Fehler 2: Du bestimmst dein Gewicht falsch

Den zweiten Fehler machen ebenfalls viele. Und zwar wiegen sie sich nicht richtig. Die meisten Menschen tun dies, indem sie sich jede Woche oder sporadisch zwischendurch wiegen.

Das Gewicht schwankt über die Zeit stark, was völlig nochmal ist. Wenn du dich nun nur jede Woche einmal wiegst, kannst du keinen Trend erkennen, was sehr wichtig ist. Du kannst dich ja einmal über einen einzigen Tag verteilt mehrmals wiegen. Du wirst feststellen, dass die Schwankung allein an diesem einen Tag sehr hoch ist. Wenn du dich also nur einmal pro Woche wiegst, kannst du keinen Trend erkennen. Das kann sogar dazu führen, dass du keinen Unterschied in deiner Gewichts Entwicklung siehst und mit der Zeit deine Motivation verlierst, weil du den Eindruck hättest, dass du trotz all deiner harten Arbeit nicht abnimmst. Tatsächlich aber kann es sein, dass du abgenommen hast, das aber durch ein sporadisches Wiegen nicht feststellen kannst. Du wirst also regelrecht von dir selbst in die Irre geführt.

Stattdessen musst du dich jeden Morgen direkt nach dem Aufwachen und Bad Gang wiegen. Und unbedingt, bevor du etwas gegessen oder getrunken hast. Dies trägt dazu bei, Gewichtsschwankungen zu minimieren. Dieses Gewicht solltest du jeden Tag aufschreiben und dann davon immer einen wöchentlichen Durchschnitt nehmen. Da der Körper sehr träge auf Veränderungen reagiert ist das die beste Methode, um einen tatsächlichen Gewichtsverlust oder eine Zunahme zu bestimmen. Wenn du nach etwa drei oder vier Wochen keine Änderung deines wöchentlichen Durchschnittsgewichts feststellst, weißt du, dass du etwas an der Menge der zugeführten Kalorien ändern musst. Wenn du derzeit keine genaue Waage hast, die mit Dezimalstellen misst, solltest du dir, um genaue Ergebnisse zu bekommen, eine zulegen.

Fehler 3: Du überschätzt deinen Kalorienverbrauch durch Sport

Der nächste Fehler, den du machst, besteht darin, die durch Sport verbrannten Kalorien zu überschätzen und dadurch dann wieder zu viel zu essen. Viele Menschen stellen fest, dass sie nach einem intensiven Training hungriger sind als zuvor und das Gefühl haben, mehr essen zu müssen, um die verbrannten Kalorien zu kompensieren. Mehrere Studien haben aber herausgefunden, dass Menschen, insbesondere nach einer Cardio Einheit, also Ausdauertraining, einen erheblichen Teil der verbrannten Kalorien wieder zu sich nehmen oder die Kalorien sogar überschreiten, die sie während ihres Trainings verbrannt haben. Das verlangsamt den Fettabbau insgesamt und / oder verhindert ihn. Die meisten Menschen neigen dazu, die Kalorien, die sie in einem Training verbrannt haben, um bis zu 70% zu überschätzen.

Geräte oder Maschinen in Fitnessstudios, die die Kalorien verfolgen, die du während des Trainings verbrannt hast, zeigen sehr häufig einen sehr viel höheren Wert an. Wenn du also eine dieser Methoden verwendest, um deinen Kalorienverbrauch zu verfolgen, und dann deine Kalorien auf der Grundlage dessen wieder durch Nahrung zu dir nimmst, ist dies wahrscheinlich der Fehler, der deinem Fettabbau im Wege steht.

Damit du ein viel besseres Ergebnis bekommst, solltest du dir eine Trainingsroutine vornehmen. Wenn du dann diese Trainingsroutine einhältst und zusätzlich eine festgelegte tägliche Kalorienaufnahme hast, kannst du über dein wöchentliches Durchschnittsgewicht feststellen, ob du abnimmst. Wenn du nicht abnimmst, solltest du deinen Plan entsprechend anpassen, indem du entweder deine Kalorienaufnahme leicht verringerst und / oder erhöhst deinen wöchentlichen Ausdauersport

Fehler 4: Du beachtest deine Körperzusammensetzung nicht

Der letzte Fehler, den du eventuell nicht bemerkst, ist dass du deine Körperzusammensetzung nicht beachtest. Wenn die meisten Menschen an Fettabbau denken, denken sie sofort an das Gewicht auf der Waage, weil sie annehmen, dass das Gewicht nach unten geht, sobald man Fett abbaut. Sobald du mit dem Training oder mit einer neuen Ernährung anfängst, wirkt sich das auf deine Körperzusammensetzung aus. Durch ein wenig Training und die richtige Ernährung baut dein Körper gleichzeitig Muskeln auf und verliert Fett. Dies ist eine gute Sache, führt jedoch dazu, dass sich dein Gewicht tatsächlich nicht großartig verändert. Da Muskeln jedoch schwerer sind als Fett, kann es trotzdem sein, dass du „abgenommen“ hast.

Aus genau diesem Grund ist es wichtig, dass du deinen Fortschritt auf eine andere Weise misst, anstatt dich auf deine Waage zu verlassen. Neben der Verfolgung deines Gewichtes ist es auch eine gute Idee, deine Stärke im Auge zu behalten. Wenn zum Beispiel in den letzten sechs Wochen dein Gewicht gleichgeblieben ist, deine Kraft jedoch zugenommen hat, haben sich deine Muskelmaße erhöht und deine Taillenmaße verringert. Das sind Anzeichen dafür, dass du Fett abgebaut hast. Durch das Beobachten von deinem Gewicht und deiner Kraft, hast du eine gute Methode zur Hand, um zu bestimmen, ob du Fortschritte machst und alles nach Plan läuft.

Zusammenfassung

Alles in allem gebe ich zu, dass der Fettabbau manchmal verwirrend sein kann und nichts demotivierender ist, als die gewünschten Ergebnisse nicht zu sehen, obwohl du tatsächlich hart daran arbeitest. Wenn du die verschiedenen Punkte überprüfst, die hier in diesem Artikel aufgezählt sind und wenn du sie richtig anwendest, wirst du die Veränderung an deinem Körper sehen.

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Über den Autor

Mein Name ist Thomas und ich beschäftige mich nun schon seit mehr als zehn Jahren mit den Themen Gesundheit, Ernährung und Sport. Hier kannst du mehr über mich erfahren und warum ich diese Seite gegründet habe.